Kinderkrippen selbst gemacht
In der modernen Gesellschaft hat sich das Bild der Eltern stark verändert. Beide Elternteile, sowohl Mutter als auch Vater, möchten fest im Beruf stehen und gleichzeitig mit Bravur die Elternzeit meistern. Damit dieses Meisterstück gelingt, muss ein Kinderhort her, der für eine variable Zeitplanung eingerichtet ist. Das Thema zum Mangel der Kinderhorte und Kindergärten ist in Deutschland auch heute eines der wichtigsten Themen für Mütter und Väter. Vor allem für Kleinkinder unter 3 Jahren ist es mitunter sehr schwierig eine passende Tagesstätte zu finden. Welchen Eltern ging es nicht schon mal so, dass der nächste Kindergarten keine freien Plätze hatte, oder keine attraktive Möglichkeit für eine langfristige Betreuung darstellte?
Krippenplätze sind so begehrt wie nie zuvor. Jedoch die für 2013 gesetzlich geregelten Plätze können nur durch Elterninitiativen durchgesetzt werden. Es braucht den Vorstoß mancher Eltern, damit die Situation sich deutlich entspannen kann.
Elterninitiativen sind nichts neues, bereits in den 68er Jahren haben die ersten Eltern die Initiative ergriffen und sorgten damit für eine alternative Kinderbetreuung. Ein bloßes Abwarten, bis sich die Lage verbessert, wird in vielen Kreisen keine Abhilfe schaffen. Der eigene Vorstoß ist hier das Schlüsselwort. Schnell wird man feststellen, dass im eigenen Umkreis sich auch andere Eltern in derselben Situation befinden. Zusammen kann man dann etwas aufbauen, was alleine unmöglich erscheint. Das Beste dabei ist, das man bei solchen Projekten auf staatliche Unterstützung verlassen kann. Folgender Satz ist nämlich im Sozialgesetzbuch festgehalten: „Mütter, Väter und Erziehungsberechtigte, die die Förderung von Kindern selbst organisieren wollen, sollen beraten und unterstützt werden.“ ( SGB VIII, §25)
In kleinen Schritten zum Ziel
Hat sich die Idee einer Initiative bei den Eltern gefestigt, so ist der erste und wichtigste Schritt getan. Nun müssen Informationen eingeholt werden, um ein festes Fundament zu schaffen. Als ehrenamtliche Tätigkeit organisiert, stellt eine selbst gegründete Kita oder Hort einen Verein als Rechtsform dar. Eine gute Anlaufstelle für Auskunft und Informationen ist die erfolgreichste Vereinigung zum Thema Elterninitiative nämlich die „Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen (BAGE) e. V.“. Hier finden Eltern eine wichtige Anlaufstelle zum Start der eigenen Initiative.
Im Groben kann man in folgende 4 Schritte unterteilen:
1. Eltern finden, die sich in derselben Situation befinden. Dazu einfach im örtlichen Supermarkt an der Pinnwand, oder ganz modern im Internet, Gleichgesinnte finden.
2. Die Finanzierung planen. Dieser Punkt ist sehr wichtig, wenn nicht sogar der wichtigste, für eine erfolgreiche Elterninitiative. Hilfe kann von unterschiedlichen Stellen kommen: Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Jugendämter und Gemeindeverwaltungen.
3. Hat man die ersten Punkte überwunden, so kann die neue Initiative das Licht der Welt erblicken. Dazu wird ein Verein gegründet, hierzu sind mindestens 7 Personen nötig.
4. Nun müssen Räumlichkeiten gefunden werden. Die neu eröffnete Tagesstätte sollte nun mit Babyartikeln etc. ausgestattet werden. Das wichtigste ist schließlich, dass sich die Kleinen in ihrem Hort wohl fühlen. Babyausstattung findet man vor allem günstig im Internet oder bei größeren Filialen in der Nähe.
